VOLKSSTIMME VOM 02.07.2011
Öffentliches Forum zur Landratswahl in Oschersleben
 
Bürger testen Kandidaten auf Herz und Nieren

 

Nur noch wenige Tage bis zur Landratswahl am 10. Juli, und beim zweiten öffentlichen Forum am Donnerstagabend in Oschersleben hatten die Kandidaten noch einmal Gelegenheit, Profil zu zeigen und ihre Ziele an den Mann zu bringen. Nicht dabei sein konnte Franz-Ulrich Keindorff. Der Barleber Bürgermeister, der für die FDP ins Rennen geht, ließ sich wegen einer lange geplanten Dienstreise entschuldigen. Sieben der acht Bewerber saßen also auf dem Podium im Gasthof Schondelmaier, und die Bürger im Saal bohrten bei den Anwärtern auf das höchste Amt im Kreis zu kommunalpolitischen Positionen nach.

Oschersleben. Die Bürger forderten die Kandidaten bei einigen Fragen richtig heraus. Die Themen gingen dabei querbeet durch das kommunalpolitische Alphabet: Das Nord-Süd-Gefälle bei der wirtschaftlichen Entwicklung, die ärztliche Versorgung auf dem Land und die Position zu Großmastanlagen waren genauso Thema wie Bürgernähe oder Möglichkeiten für den Erhalt des Oschersleber Freibades.

Gerade das lag den Oscherslebern im Saal besonders am Herzen. Bereits im Vorfeld war klar, dass die Kandidaten nicht umhin kommen würden, Stellung zu beziehen – obwohl der Landrat auf den Erhalt eines städtischen Bades wenig Einfluss hat. Was die Bodestädter aber nicht mehr loslässt, brachte die Oschersleberin Katrin Klenke aufs Tapet und fragte, welche Finanzierungsmodelle die Kandidaten empfehlen, wären sie neuer Landrat. "Ich stehe zu dem Freibad, so wie es da steht", sagte Wolfgang Zahn und appellierte an die Bürger, sich stark zu machen. Der SPD-Kandidat machte klar, dass ein Landrat lediglich dafür sorgen könne, den Kommunen - in diesem Fall der Stadt Oschersleben - Luft zum Atmen zu verschaffen. Sprich: Weniger Geld für die Kreisumlage zu verlangen. "Das habe ich mir groß auf die Fahne geschrieben", versicherte er. Allein durch mehr finanziellen Spielraum ließ sich das Problem für andere Kandidaten nicht lösen. "Wir dürfen nicht so tun, als würde uns das alles neu sein: Die Stadt hat in den vergangenen 20 Jahren 11 Millionen Euro in beide Bäder gesteckt", nannte Hans Walker Zahlen. Der CDU-Kandidat sieht die Aufgabe eines künftigen Landrates deshalb eher darin, zu einem vernünftigen Finanzierungskonzept für die Gestaltung der Bäderlandschaft insgesamt in Oschersleben beizutragen, "ob das nun über kommunal- oder privatwirtschaftliche Modelle oder durch PPP passiert".

PPP ist die Abkürzung für ein Konzept, bei dem ein Investor eine Partnerschaft mit der öffentlichen Hand eingeht. Während die anderen Kandidaten auf Bürgerengagement setzten, um den Stadtrat von der Schließung abzubringen, sagte Reinhard Falke, der als Parteiloser für die Grünen ins Wahlrennen geht, ganz pragmatisch: "Ein einfacher Vorschlag: Stellen Sie eine Photovoltaik-Anlage auf. Damit finanzieren sie das Bad und beheizen es auch noch." Einzelbewerber Bodo Baron von Schilling würde die Frage an seine künftigen Berater weitergeben, um "sie entscheiden zu lassen, welcher der richtige Weg ist".

In eine ähnliche Kerbe, nämlich inwiefern ein Landrat zu bestimmten Angeboten in den Kommunen beitragen kann und was die Kandidaten nach ihren Möglichkeiten tun würden, traf die Frage von Katrin Gensecke aus Gersdorf, die direkt an Karsten Wallstab gerichtet war. "Sie werben damit, eine flächendeckende ärztliche Versorgung anzustreben. Ich habe ganz große Bauchschmerzen damit. Haben sie denn schon Konzepte dazu?" Ein fertiges Konzept könne man noch nicht in der Tasche haben, sagte der Einzelbewerber aus Ebendorf, zählte aber Ansätze auf: "Hier sind die Krankenkassen mit ins Boot zu holen – vielleicht auch die Investitionsbank." Und damit junge Leute als Ärzte aufs Land gehen, sei wichtig, "dass man hier Anreize schafft, beispielsweise über Praxiseinrichtungen, die gefördert werden". Dass sich junge Ärzte überhaupt im ländlichen Raum ansiedeln wollen, bezweifelte indes die Gersdorferin und hakte nach. "Das Problem liegt einfach darin, dass sich ein junger Arzt nicht aufs Land gezogen fühlt, weil er weiß, was ihn da erwartet. Zum Beispiel, dass sein Gebiet unterversorgt ist", stellte sie in den Raum.

Daraufhin übernahm Linke-Kandidat Klaus Lindner das Zepter und machte klar, dass man seitens der Kreisverwaltung nichts "aus dem Hut ziehen" könne. Er spannte den Bogen weiter: In Deutschland habe es noch nie soviele Ärzte gegeben wie jetzt. "Sie sind nur falsch positioniert – es gibt in Gebieten eine Ärzteschwemme, andere sind dünn besiedelt. Ich glaube nicht, dass dabei eine Kopfprämie funktioniert", stellte er Wallstabs Ansatz und derzeitige Pläne in Sachsen-Anhalt infrage. "Das Problem ist ja nicht das Geld, sondern die Struktur: Die Dienste, die Ärzte zu leisten haben, sowie die Überalterung der Bevölkerung." Und da sieht er den Bund in der Pflicht.

Konstantin Szymkowiaks Vorschlag, Einzelbewerber aus Haldensleben: Höhere Honorarsätze als für die Ärzte in der Stadt zahlen. Dass dabei aber weniger ein Landrat, sondern vor allem auch die kassenärztlichen Vereinigungen (KV) ein Wörtchen mitzureden haben, brachte Hans Walker in die Diskussion. Die KV bestimmen die Anzahl an Kassenärzten auf einen Landstrich und die Vergütung. "Wir leben in einem sich ausdünnenden Bevölkerungsumkreis", erklärte Walker und sprach Unbequemes aus. "Wir werden uns an andere Dienstleistungsgedanken gewöhnen müssen." Beispiel: Wolmirstedt. Dort sei ein Fahrdienst für Patienten eingerichtet worden, nachdem das Krankenhaus dicht gemacht hatte. Gemeinsam müsse man diesen Pfad begehen und mit Kreis und Kommune Lösungen suchen.

Der Haldensleber Arnold Schiefer, der in Gröningen ein Unternehmen führt, sprach die Straßensanierung im Landkreis an. Seiner Meinung nach sei in der Vergangenheit mehr Geld in den Süden geflossen. Er fragte, wie künftig die Verteilung der investiven Mittel aussehen solle. Egal, für welchen Teil des Kreises, Reinhard Falkes Rezept dafür heißt Fördermittel. "Das ist das Heilmittel!" Er nannte das Beispiel Ummendorf, wo er Bürgermeister ist. "Dort haben wir keine einzige Baumaßnahme ohne Fördermittel gemacht." Lindner sah das etwas anders: "Über Fördermittel regelt sich, welche Regionen im Aufstreben sind." Und deren Einsatz müsse gesteuert werden. "Wir können nicht immer nur Sachen rüberreichen an die, die sowieso schon stark sind", positionierte er sich. Das aber warf Bodo Baron von Schilling in die Debatte. Im Norden gebe es die größten Kapazitäten und die müsse man selbstverständlich erhalten. "Jeder hat seine Wünsche. Aber eins ist klar: Ich muss erst ein Schiff am Laufen halten, dann kann ich das schwächere mitziehen." Zwei Schiffe, die nicht laufen, gingen irgendwann unter.

Dass er sich damit bei den Besuchern unter Umständen unbeliebt macht, sagte er offen: "Ich werde einige sicher momentan nicht ganz an Bord ziehen können und sagen können, ihr kriegt gleich von mir die goldenen Eier."

Hans Walker und Wolfgang Zahn verwiesen darauf, dass hinter der Förderpolitik im Kreis immer auch der Kreistag steht. Es gebe eine Prioritätenliste, die dort beschlossen worden ist – gerade auch für die Straßen. Das Ziel sei nun, sagte Walker, "das, was auf der Liste steht, Stück für Stück abzuarbeiten".

Dass die Wirtschaft vor allem in Barleben, Haldensleben oder Wolmirstedt Konjunktur habe und die Arbeitslosenquoten dort geringer sind als im Süden, wurde ebenfalls thematisiert. Dass noch mal ein großer Investor kommt, der mehrere 100 Arbeitsplätze auf einmal mitbringt, glaubte kein Kandidat. Stattdessen setzten alle auf den Mittelstand. Wie der aber gestärkt werden kann, sahen sie durchaus unterschiedlich. "Ziel muss es sein - für Oschersleben, für Wanzleben und die schwachen Regionen, wie zum Beispiel Oebisfelde oder den Gröninger Raum - mit eigenen Konzepten neue Arbeitsplätze zu schaffen", gab Walker die Devise aus. Er warnte davor, Erfolgskonzepte von Investoren aus anderen Regionen direkt auf den Landkreis Börde zu übertragen. Innovation in der Bildung und bei Technologien, war Walkers Ansatz.

"Das war von Herrn Walker eine gute Überschrift, aber wir müssen da noch ein bisschen was druntersetzen", entgegnete Zahn. Netzwerke heißt für den SPD-Mann das Zauberwort. Als Landrat müsse man eine führende Rolle einnehmen, um sie aufzubauen. Er sieht die Investitionsbank Sachsen-Anhalt als wichtigen Partner. "Sie kann doch nur helfen, wenn Investoren da sind", zog das später in der Diskussion der Oschersleber Franz Berk in Zweifel. "Ich sehe das komplett anders", holte Zahn dazu aus und bezeichnete die Investitionsbank als "Schlüsselglied" für die Verteilung von Investoren-Anfragen im Kreis. Der müsse im Gegenzug die Gewerbegebiete der Kommunen genau kennen. "Dann würde ich jeden Tag meinen Wirtschaftsförderer nach Magdeburg zur Investitionsbank schicken", da müsse man sich einhaken.

Einhaken würde Bodo Baron von Schilling zunächst woanders. Seiner Ansicht nach wollen viele Betriebe erweitern, wenn sie die Möglichkeit dazu bekommen würden. Gleichzeitig könne der Landrat aber nicht "mit großem Geld rumschmeißen", meinte der Groß Bartensleber und sieht die Banken vor Ort in der Pflicht, den Unternehmen unter die Arme zu greifen. Die Investitionschancen der Betriebe zu erhöhen, war auch Wallstabs Ansatz, "um die Auspendler zurückzuholen und hier in Arbeit zu bringen". Szymkowiak meinte, man müsse das Know-How in den hiesigen Betrieben erhöhen, damit andere mittelständische Unternehmen nachziehen.

Klaus Lindner kam dagegen zurück auf den Punkt, dass die Ansiedelung von großen Unternehmen nicht zu erwarten sei. Unterstützen müsse man deshalb Firmen, die versuchen, "regional, ökologisch und nachhaltig aktiv zu sein". Das seien diejenigen, die mit der Region verbunden sind und ein Interesse an ihr haben, sagte der jetzige Magdeburger, der 22 Jahre in Klein Wanzleben gelebt hat. Im Kreis sei doch auch schon eine Menge erreicht, führte Reinhard Falke optimistisch ins Feld. "Ich kann mich erinnern, dass wir mal 20 Prozent Arbeitslosenquote hatten." Das sei vorbei. Auch die Infrastruktur sei da. Nun müsse man andere Bereiche erschließen als bislang, wie den Tourismus und alternative Energien, so der Ummendorfer, dessen Gemeinde energieautark ist und jährlich mehrere zehntausend Touristen zähle.

Als sich die Vertreter einer Bürgerinitiative aus Gröningen zu Wort meldeten, kam das Thema Mastanlagen zur Sprache. Die Vertreter der Initiative wehren sich dagegen, dass ein Mastbetrieb nahe Gröningen auf 10000 Tiere aufstocken will. Karl-Heinz Gronenberg erklärte, dass die Bürger und der Stadtrat dagegen seien und fragte, "wie die Kandidaten sich positionieren würden, um die Gröninger zu unterstützen".

Bodo Baron von Schilling, selbst Landwirt, sprang als erster in die Bresche. "Ich bin gegen Großanlagen - ganz klar." Das sei nicht mehr artgerecht. Als Landrat müsse man sich aber an Gesetze halten und der Antrag eines Interessenten sei zu prüfen. "Da kann man nicht nach Baumann- und Clausen-Art sagen: Lieber Investor, ich nehme deinen Antrag nicht an", brachte Wolfgang Zahn das auf den Punkt. Dennoch betonte er sowie die anderen Kandidaten, dass Bürgereinwände ernst genommen werden müssen.

Lindner: "Man muss die Verantwortlichen unter Druck setzen." Falke ermutigte: "Es traut sich kein Investor, der massiv Gegenwind bekommt, über die Köpfe der Bürger hinweg zu entscheiden."

Welchen Stellenwert der Bereich der Landwirtschaft bei den Kandidaten einnimmt, wollte Hildegard Hildebrand-Koch aus Gröningen wissen. Sie sei "unentbehrlich", "strukturbestimmend" und der Landkreis "Vorranggebiet" für die Landwirtschaft, betonten die Kandidaten. Zu Rübe, Weizen und Kartoffeln herrschte in der Runde somit Konsens.

Als der Oschersleber Torsten Schubert noch wissen wollte, wie die Verwaltung künftig im Landkreis aufgeteilt werde, kam dagegen wieder etwas Bewegung ins Podium. Schubert erinnerte daran, dass der Landkreis in Oschersleben zu einer Zeit, als er noch voll besetzt war, einen der größten Arbeitgeber darstellte. Wolfgang Zahn kritisierte den Konzentrationsprozess von der Bodestadt nach Haldensleben, den es seit der Kreisfusion gab: "Teilbereiche des Sozialamtes – weg, Umweltamt - weg, Veterinäramt – weg. So etwas wird es mit mir nicht geben." Als ein Raunen durch den Saal ging, konkretisierte er: Natürlich wolle er von der Struktur, wie sie jetzt nun mal sei, nichts rückgängig machen. An "Stellschrauben" müsse man aber drehen.

Reinhard Falke wolle als erstes die "Finanzen auf den Tisch legen" und prüfen, wo teure Miete gezahlt würde anstatt eigene, leer stehenden Immobilien zu nutzen, wenn er Landrat wäre. "Letztendlich geht es ums Geld." Lindner reagierte: "Nicht nur die Wirtschaftlichkeit darf regieren. Zugang für die Bürger in der Fläche muss da sein." Als Beispiel nannte er die Bürgerbüros in Magdeburg. Walker plädierte ebenfalls für Bürgernähe, meinte aber, dass es funktionierende Strukturen gibt. "Was funktioniert, soll bleiben. Was im Sinne der Dienstleistung für die Bürger verändert werden muss, muss auf den Prüfstand."

In der gut zweistündigen Diskussion konnten sich auch die Oschersleber ein Bild von den Kandidaten machen, nachdem in der Vorwoche das Forum in Haldensleben stattgefunden hatte. Nun sind rund 155000 Wahlberechtigte aufgefordert, am 10. Juli ihr Kreuz zu machen.
 

VOLKSSTIMME VOM 28.06.2011
Landkreis Börde lädt für Donnerstag, 30. Juni, zu einem öffentlichen Wahl-Forum ein
 
Landrats-Kandidaten stellen sich der Öffentlichkeit vor
 

Für die Wahl zum Landrat am 10. Juli buhlen acht Bewerber um die Gunst der Bürger im Landkreis Börde. Sieben von ihnen stellen sich am Donnerstag, 30. Juni, in einem öffentlichen Forum in Oschersleben persönlich vor und stehen den Wählern Rede und Antwort.

Oschersleben. Ein Forum hat es in der vergangenen Woche bereits in Haldensleben gegeben. Etwa 180 Bürger waren ins Schützenhaus gekommen, um sich dort ein Bild von allen acht Landratskandidaten zu machen, die am 10. Juli zur Wahl stehen.

Die Bewerber sind Reinhard Falke (Ummendorf, Die Grünen), Wolfgang Zahn (Hornhausen, SPD), Hans Walker (Oschersleben, CDU), Klaus Lindner (Magdeburg, Die Linke), Franz-Ulrich Keindorff (Barleben, FDP), Bodo Baron von Schilling (Groß Bartensleben, Einzelbewerber), Konstantin Szymkowiak (Haldensleben, Einzelbewerber), Karsten Wallstab (Ebendorf, Einzelbewerber). Zum Forum in Oschersleben wird Franz-Ulrich Keindorff allerdings nicht dabei sein. Er lässt sich entschuldigen, weil er an einer Weiterbildungsfahrt des Städte- und Gemeindebundes teilnimmt. "Das war eine lang geplante Dienstreise, die ich nicht absagen kann", sagte er gestern zur Volksstimme.

Das Wahlforum wird vom Landkreis Börde veranstaltet und von der Volksstimme moderiert. Los geht es um 19 Uhr im Gasthof Schondelmaier. Zu Beginn erhalten die Kandidaten die Möglichkeit, sich persönlich vorzustellen. Anschließend geht es vor allem um kommunalpolitische Themen, zu denen die Besucher der Veranstaltung eigene Fragen an einen oder an alle Kandidaten richten können.

Zur Landratswahl am 10. Juli sind rund 155000 Wahlberechtigte aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Wer vor dem Wahltag von seinem Stimmrecht Gebrauch machen möchte, kann Briefwahlunterlagen beantragen. Erhält keiner der Bewerber am 10. Juli mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen, fällt die Entscheidung in einer Stichwahl am Sonntag, 7. August, zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen.

 
VOLKSSTIMME VOM 24.06.2011
Am 10. Juli wird ein neuer Landrat gewählt/Der Landkreis Börde hat zu einem öffentlichen Forum in Haldensleben eingeladen
 
"Acht Kandidaten – so viele wie noch nie"
 

Mehr als 180 Bürger sowie Vertreter von Parteien haben am Mittwochabend das öffentliche Forum mit den acht Kandidaten für die Landratswahl am 10. Juli im Haldensleber Schützenhaus besucht. Rund zwei Stunden haben die Bewerber zu den Fragen der Gäste Rede und Antwort gestanden.

Landkreis Börde. "Acht Kandidaten um den Posten des Landrates – so viele hatten wir noch nie", sagte Volksstimme-Redakteur Ivar Lüthe zur Begrüßung. Nachdem sich die Kandidaten kurz vorgestellt hatten, konnten die zahlreichen Gäste ihre Fragen stellen und sich ein Bild von den Bewerbern machen. Die Themen des Abends drehten sich darum, wie mehr Arbeitsplätze geschaffen und junge Familien gehalten werden können, wo die energiepolitische Zukunft liegt und wie alle Regionen vom Erfolg des Kreises gleichermaßen profitieren könnten.

Auf die Frage nach gleichwertiger Entwicklung der Orte bezog sich zum Beispiel Silke Wolf, Bürgermeisterin der Stadt Oebisfelde-Weferlingen: "Es gibt nicht nur die starken Wirtschaftsstandorte im Kreis. Fast 80 Prozent der Menschen bei uns sind Auspendler. Wir haben außerdem marode Straßen. Ich möchte wissen, wie der künftige Landrat eine gleichmäßige Förderung aller Regionen im Kreis gewährleisten möchte?" Mit Blick auf das konkrete Problem dieser Grenzregion sieht Wolfgang Zahn das Land in der Pflicht: "Oberste Prämisse muss es sein, die Landesstraßen stärker auszubauen." Karsten Wallstab sieht den Mittelstand als Zugpferd, um den Kreis als Ganzes nach vorn zu bringen: "Wir müssen diese Unternehmen fördern und erreichen, dass sie junge Leute einstellen." So kämen auch Steuern in die Kasse, und dann könne man investieren. "Wir werden keine gleichmäßige Entwicklung hinkriegen. Vielmehr müssen wir die Stärken der einzelnen Regionen fördern", meinte demgegenüber Franz-Ulrich Keindorff. Wo Landwirtschaft gut entwickelt sei, müsse sie weiter gefördert werden. Das gleiche gelte für die Wirtschaftsstandorte und Orte mit ausgeprägter Kultur.

Wie man die nötigen Arbeitsplätze schaffen kann, damit die Jugend im Landkreis bleibt, fragte Lothar Göttling aus Hundisburg. Das Anliegen der Haldensleberin Marlis Schünemann ging in eine ähnliche Richtung. Sie wollte wissen, wie Familien in den Kommunen bedarfsgerecht angesprochen und gefördert werden können. Hans Walker sah eine "gesamtgesellschaftliche Verantwortung", von Eltern, Verbänden, Vereinen und Unternehmen, das Interesse zu entwickeln, "dass die Jugend überhaupt Lust bekommt, hier in ihrer Heimat zu bleiben". Lindner sah das ähnlich, während die anderen sich an dieser Stelle auf die Rolle der Vereine konzentrierten. Wallstab sagte: "Sie sind eine Grundlage dafür, dass Jugendliche sich heimisch fühlen." Das bestätigte Reinhard Falke aus seiner Erfahrung als Ummendorfer Bürgermeister: "Wir haben 30 Vereine. Die Kinder werden schon ganz jung angesprochen, in einen Verein zu gehen." So könne man ihnen vermitteln, dass sie dazu gehören, ist er sich sicher.

Außerhalb von organisierten Sport- und Kulturangeboten meinte Bodo Baron von Schilling, dass es nicht nur Treffpunkte geben müsse, sondern dass die Jugendlichen dort auch gut betreut werden müssen. Keindorff entgegnete, dass es dabei in Zeiten knapper Kassen bei der Jugendarbeit vor allem darauf ankommen, unter den Gemeinden stärker zu kooperieren. Dafür gebe es im Kreis bereits Ansätze, die weiter entwickelt werden müssten.

Wo der Kreis in seinem konkreten Handeln ansetzen könne, da waren sich die Kandidaten einig, sei, dass es genügend leistungsfähige Unternehmen bräuchte. Ebenso, wenn es um die schulische Ausbildung gehe, könne der Kreis tätig werden, ergänzte Klaus Lindner. Viele Unternehmen seien mit den Leistungen von Bewerbern heute unzufrieden. Haben die Betriebe allerdings junge, gut ausgebildete Leute, müssten sie auch höhere Löhne zahlen, damit die Jugend nicht abwandert, sagte Konstantin Szymkowiak.

Die Frage, wie die Kommunen künftig finanziell entlastet werden können, lag Kai Naundorf aus Oebisfelde am Herzen. Die Kreisumlage müsse gesenkt werden, strebt Wolfgang Zahn an. Dafür sieht er auch bei verwaltungsinternen Abläufen Sparpotential. "Wenn die Gemeinden mit etwas mehr Geld wieder Aufgaben erfüllen können, könnten sie auch wieder leben." Reinhard Falke setzt dafür auf das Einwerben von Fördermitteln, während Franz-Ulrich Keindorff vorschlägt, auch neue Wege zu gehen. Er sprach aus der Erfahrung als Barleber Bürgermeister, wo beispielsweise mit einer Partnerschaft zwischen öffentlicher Hand und einem privaten Investor eine Schule gebaut worden war. "Schauen Sie sich an, was in Barleben erreicht wurde. Das kann man auch in Teilen auf den Landkreis übertragen."

Auch um bundespolitische Themen kamen die acht Landratskandidaten nicht herum. Die Haldensleberin Susan Bonath wollte wissen, wie die Herren im Podium zu Dumping-Löhnen stehen, die auch im Kreis Thema seien. Hier sprachen sie sich einhellig dagegen aus.

SPD-Bundestagsabgeordnete Waltraud Wolff und Klaus-Dieter Albrecht aus Haldensleben interessierte vor allem der energiepolitische Kurs der Bewerber. Insbesondere Biogas-Anlagen waren unter den Kandidaten umstritten. Konstantin Szymkowiak und Bodo Baron von Schilling kritisierten diese Form der Energieerzeugung. Die "riesigen Anlagen", die es zur Biogaserzeugung im Landkreis gebe, würden die Bauern zu Abhängigen machen, meinte Szymkowiak. Die 35 Anlagen im Kreis werden nur von einigen wenigen Bauern genutzt und schaffen durch den Mais-Anbau Monokulturen, monierte von Schilling. Falke brach eine Lanze für die Biogasanlage. Es müssten ja keine Pflanzen verbrannt werden. "Wir verwenden beispielsweise in Ummendorf Kuhmist und Grassilage". Walker war sich unterdessen sicher, dass sich die Technologien in den nächsten zehn Jahren weiterentwickeln werden. Die Biogasanlagen von heute könnten nur eine Übergangslösung darstellen.

Wie der neue Landrat ganz praktisch seine tägliche Arbeit angehen würde, interessierte schließlich noch Dezernent Joachim Hoeft und Kreistagsabgeordnete Gabriele Brakebusch. Hoeft: "Wie wollen sie eine Verwaltung mit 950 Mitarbeitern leiten?" Die Kandidaten waren sich überwiegend darin einig, dass die Verwaltung gut aufgestellt sei und der neue Landrat in funktionierende Strukturen einsteigen werde. Verbesserungsmöglichkeiten gäbe es aber immer.

"Und wie gehen Sie mit dem Kreistag um?", fragte Gabriele Brakebusch. Zahn und Keindorff, die selbst Kreistagsmitglieder sind, würden das "gute Miteinander" und die "kons- truktive Zusammenarbeit" zwischen Verwaltung und Politik auch als Landräte fortsetzen. Walker, der von 1990 bis 1994 im damaligen Landkreis Oschersleben bereits Landrat war, betonte, man müsse "politische Verantwortung teilen und ehrlich miteinander umgehen".

 

Nach dem fast zweistündigen Forum hieß es von so manchem im Saal, dass er nun etwas klarer sehe, bei wem er am 10. Juli sein Kreuz machen will.

 

VOLKSSTIMME VOM 17.06.2011
Kreistag stimmt über die Zulassung der Kandidaten ab/In zwei öffentlichen Foren werden sie vorgestellt
 
Acht Bewerber stehen am 10. Juli im Landkreis zur Wahl
 

Für die bevorstehende Landratswahl gibt es acht Bewerber, die der Kreistag am Mittwoch auch amtlich zugelassen hat. Die Frist für Bewerbungen ist nun abgelaufen. Die Bürger wählen am 10. Juli unter diesen Kandidaten den neuen Landrat für den Landkreis Börde.

Landkreis Börde. Der Kreistag hat am Mittwochnachmittag die acht Bewerber zur Landratswahl zugelassen. Kreistagsvorsitzender Karl-Heinz Daehre (CDU) sagte vor der Abstimmung: "Alle Voraussetzungen wurden durch die Verwaltung geprüft."

Damit steht fest, dass Wolfgang Zahn (Hornhausen, SPD), Hans Walker (Oschersleben, CDU), Franz-Ulrich Keindorff (Barleben, FDP), Klaus Lindner (Magdeburg, Linke), Reinhard Falke (Ummendorf, Grüne) sowie Konstantin Szymkowiak (Haldensleben, Einzelbewerber), Bodo Baron von Schilling (Groß Bartensleben, Einzelbewerber) und Karsten Wallstab (Ebendorf, Einzelbewerber) für das Amt als Landrat ins Rennen gehen.

Damit die Bürger Gelegenheit haben, die Kandidaten kennenzulernen, laden der Landkreis Börde und die Volksstimme zu zwei öffentlichen Foren mit den Amtsanwärtern ein. Das erste Forum wird am Mittwoch, 22. Juni, um 19 Uhr im Schützenhaus an der Masche 5 in Haldensleben veranstaltet. Zum zweiten öffentlichen Forum wird für Donnerstag, 30. Juni, nach Oschersleben ins Gasthaus Schondelmaier, Schermcker Straße 20, eingeladen. Auch hier beginnt das Forum um 19 Uhr. Beide Veranstaltungen werden in ihrem Ablauf ähnlich sein. Die Bewerber haben zunächst kurz die Möglichkeit, sich persönlich vorzustellen. Daran schließen sich Themenkomplexe zu kommunalpolitischen Fragen an, bei denen die Gäste auch eigene Fragen an die Kandidaten richten können.

Die Landratswahl ist am 10. Juli. Die Wahllokale öffnen von 8 bis 18 Uhr. Sollten Stichwahlen erforderlich werden, so ist dafür Sonntag, 7. August, als Wahltermin vorgesehen.

 

VOLKSSTIMME VOM 11.06.2011
Landkreis Börde und Volksstimme laden zu Foren
 
Landratskandidaten stellen sich den Wählerfragen
 

Landkreis Börde. Vor der Wahl zum neuen Landrat am 10. Juli laden der Landkreis Börde und die Volksstimme zu zwei öffentlichen Foren mit den Landratskandidaten ein. Das erste Forum wird am Mittwoch, 22. Juni, um 19 Uhr im Schützenhaus an der Masche 5 stattfinden. Das zweite öffentliche Forum findet am Donnerstag, 30. Juni, im Saal des Gasthauses Schondelmaier in der Schermcker Straße 20 in Oschersleben statt. Auch hier beginnt das Forum um 19 Uhr. In beiden Veranstaltungen werden die Wähler die Möglichkeit haben, ihre Fragen an die Kandidaten zu stellen.

"Auf Grund der Größe unseres Kreises bieten wir den Interessenten, die die Landratskandidaten persönlich kennen lernen möchten, zwei öffentliche Foren an", so Kreispressesprecher Uwe Baumgart.

"Wir freuen uns, dass wir wie bei vorangegangenen Wählerforen mit Bewerbern um das Amt des Landrates auch bei dieser Wahl mit der Volksstimme einen Medienpartner an unserer Seite wissen, der die Öffentlichkeit professionell über die Bewerber, ihre Aktivitäten und Wahlziele informiert." Beide Veranstaltungen werden vom Ablauf her ähnlich gestaltet. Zunächst erhalten die Kandidaten die Möglichkeit, sich persönlich vorzustellen.

Daran schließen sich Themenkomplexe zu kommunalpolitischen Fragen an, bei denen die Gäste auch eigene Fragen an die Bewerber stellen können.

Der Kreistag hat als Termin der Landratswahl den 10. Juli bestimmt. Die Wahllokale öffnen von 8 bis 18 Uhr. Erhält keiner der Bewerber bei der Urwahl mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen, fällt die Entscheidung in einer Stichwahl am 7. August zwischen den beiden Kandidaten, die bei der Urwahl die meisten Stimmen erhalten haben.

Bisher haben acht Bewerber um das Amt ihre Kandidatur bekannt gegeben. Es sind: Hans Walker (Oschersleben, CDU), Wolfgang Zahn (Hornhausen, SPD), Klaus Lindner (Magdeburg, Linke), Reinhard Falke (Ummendorf, Grüne), Franz-Ulrich Keindorff (Barleben, FDP), Bodo Baron von Schilling (Groß Bartensleben, Einzelbewerber), Konstantin Szymkowiak (Haldensleben, Einzelbewerber) sowie Karsten Wallstab (Ebendorf, Einzelbewerber).

Die Frist für die Bewerbung um das Amt des Landrates endet am 14. Juni um 18 Uhr. Kreiswahlleiter Thomas Kluge: "Am 15. Juni ist es die Aufgabe des Kreistages, die Bewerber um amtlich zur Wahl zuzulassen." Die öffentliche Sitzung beginnt um 16 Uhr im Haldensleber Hauptgebäude der Kreisverwaltung. Der Kreiswahlleiter ruft dazu auf, vom Wahlrecht Gebrauch zu machen. "Wer sich urlaubsbedingt nicht im Kreis aufhält, sollte rechtzeitig an die Beantragung von Briefwahlunterlagen denken.

Briefwahl ist ab 22. Juni möglich

Die Wahlbenachrichtigungen werden durch die zuständigen Einheits- und Verbandsgemeinden in den nächsten Tagen verschickt. Es besteht auch die Möglichkeit, sich die Wahlunterlagen, übrigens auch für eine eventuell erforderliche Stichwahl, nach Hause oder an seine Urlaubs- oder Aufenthaltsadresse schicken zu lassen." Die Versendung der Briefwahlunterlagen beginnt ab 22. Juni 2011.

 

VOLKSSTIMME VOM 18.05.2011
Aus naturnahem Brachland wird Nutzfläche
 
Den Bienen und Schafen fehlt
es an natürlichem Lebensraum
 


Bodo von Schilling zeigt, wo das Unkrautvernichtungsmittel eingesetz
wurde, im Hintergrund die Fläche mit seinem Wagen. Fotos (2): Bosse

 


Eschenrode/Bartensleben
(cbo). Flächentausch ist in der Landwirtschaft ein probates Mittel für eine effektive Bewirtschaftung von Flächen. Im Zuge eines solchen Tausches kam der Bartensleber Bodo Baron von Schilling an eine Fläche auf dem so genannten Drachenberg südlich von Eschenrode. „Es ist wichtig, dass man sachlich tauscht, um vernünftig zu planen“, weiß der Fachmann aus Erfahrung. Die so für ihn nutzbare Fläche wollte er in diesem Jahr nicht nur für seine Bienenzucht nutzen, sondern auch, um einer Herde Schafe eine Weide zu bescheren. Doch daraus wurde nichts, denn just, als er seine rund 100 Tiere dorthin gebracht hatte, war eine riesige Fläche davor umgebrochen und mit Unkrautvernichter behandelt worden. Ihm fehlen nun rund sechs Hektar Land als Trockenwiese für die Schäferei. Land, das im tiefer gelegenen Bartensleben und ringsum nicht zur Verfügung steht, weil es einfach zu feucht dort sei. Für seine Bienen sind rund 20 Hektar Nutzland komplett vernichtet, schätzte der Bartensleber. Für seine Völker sei brachliegendes Land gut, da sich dorthin alles aus der Natur ausbreitet und entwickel kann. Zwar sei der Flächentausch vertrag mittlerweile ausgelaufen, räumte Bodo von Schilling ein, jedoch sei er, weil er nicht vom Eigentümer gehört hat davon ausgegangen, dass das Areal nicht genutzt werde und damit weiter für ihn zur Verfügung stehen würde. „In den letzten Jahren war hier überhaupt nichts passiert“, schilderte Bodo von Schilling die Situation. Die Natur konnte sich ungestört entwickeln. Also nahm er an, er könne seine Tiere auf eine Fläche bringen, die auch im Umfeld ökologisch intakt ist. Doch sei der Acker davor nun behandelt worden. Das bedeutet, das Land ist unbrauchbar für seine Schafe und Bienen. Er fürchtet nun um die Ökologie des naturnahen Bereiches und dass lediglich Mais für den Betrieb einer Biogasanlage angebaut werde. Für Niederwild und seltene Orchideen, da oben auf dem Berg gedeihen sei die Bewirtschaftung schlicht eine Katastrophe. Doch das Umweltamt des Landkreises, das Bodo von Schilling kontaktierte, kann nicht helfen. Es handelt sich bei den Flächen nicht um ein Landschaftsschutzgebiet, habe er als Auskunft erhalten.


 

[ document info ]
Copyright © Volksstimme.de 2011
Dokument erstellt am 18.05.2011
Erscheinungsdatum 18.05.2011 | Ausgabe: hdl

 

VOLKSSTIMME VOM 13.05.2011
Einzelbewerber zur Landratswahl am 10. Juli
 
Baron von Schilling kandidiert erneut
 


Bodo Baron von Schilling

 

Landkreis Börde (il). Die Wahl zum künftigen Landrat im Landkreis Börde am 10. Juli hat ihren ersten Einzelbewerber: Der Groß Bartensleber Kaufmann, Landwirt und Imker Bodo Baron von Schilling hat seine Kandidatur bekannt gegeben.

Der parteilose 50-Jährige ist im Wahlkampf kein Unbekannter mehr, er war bereits zwei Mal ins Rennen um den Landratsposten gegangen. Bei der letzten Landratswahl 2007 erreichte er 2,4 Prozent der Stimmen. Dass es dieses Mal besser für ihn ausgehen wird, davon ist der rührige Baron überzeugt.


"In verschiedenen Wahlkämpfen hatte ich die Möglichkeit, mich vorzustellen und mit den Menschen zu sprechen", sagt der Groß Bartensleber. Seit nunmehr 13 Jahren lebt er im Landkreis, ist in vielen Gruppierungen aktiv, gehört jedoch keiner Partei an.

Die Frage, warum er erneut kandidiert, beantwortet von Schilling damit, dass er für einen starken, gemeinsamen Landkreis eintreten will. Er wolle eine starke, christlich-soziale Verwaltung, die auf kurzen Wegen schnelle Entscheidungen trifft – bürgernah, wie er sagt. Auch für einen wirtschaftlich starken Landkreis wolle er sich einsetzen und Investitionen anpacken.



 

[ document info ]
Copyright © Volksstimme.de 2011
Dokument erstellt am 13.05.2011 um 06:01:49 Uhr
Erscheinungsdatum 13.05.2011 | Ausgabe: hdl